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EtappenlisteSeiten durchsuchen Story 02/2: Simpson Desert (4)

 

Entfernung: 525 + 725 km
Reisedauer: 4 - 10 Tage
Strecke:
Mount Dare HS. => Dalhousie Hot Springs => French Line => Birdsville => Rigg Road => Dalhousie Hot Springs => Mount Dare HS.


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Lehmpfanne nahe Peoppel CornerHier, am Poeppel Corner ist die French Line eigentlich am Ende – weite geht's auf der QAA-Line, doch geändert hat sich eigentlich nur der Name, nicht aber die Qualität der Strecke. Zunächst heizen wir aber mit 120 über eine riesige Lehmpfanne dahin. Irgendwann finden wir dann zum Glück die Abfahrt zur WAA Line. Die hat es durchaus in sich: anfangs üble Bodenwellen, und dann wieder zurück zum Tiefsand. Auch hier halten wir wieder alle 20 km an.

Pause am WegesrandAm frühen Nachmittag wird unsere Rast jedoch sehr lange: ich warte zusammen mit drei der Australier schon seit ner knappen Stunde, als ich endlich Funkverbindung zu unserem Toyota bekomme. Simon's Dominator, das Motorrad des vierten Australiers im Bunde, hat wohl ordentliche Probleme – so was hatten wir uns ja schon fast gedacht, denn bei der ausgelutschten Mühle war das eigentlich nur 'ne Frage der Zeit...

Der Toyota bei der Dünenüberquerung...Simon lässt daher fragen, ob Scott, der seines Zeichens Motorradmechaniker ist nicht die 10 km zurückkommen könnte um nach dem Rechten zu sehen. Die Emotionen nach den Strapazen der letzten Tage sind offensichtlich hoch. Schnell sind sich alle einig: "Check the bloody carby and if it doesn't do – He's go an enshurance. hasn't he? – Well, the heck! Burn the bloody thing !!!"

kurzer Halt auf dem DünenkammAxel und Mark hören sich das ne Zeit lang an und entschliessen sich dann schon Mal vorauszufahren (schliesslich gäbe ein brennendes Motorrad in der Wüste ein exzellentes Bild! ;-) Irgendwann lässt sich Scott also Breitschlagen und heizt die 10 km zurück zu der liegengebliebenen Dominator.

Wüstenheizerei in der Simpson DesertAls Scott bei der Domi ankommt sind Axel und Mark schon zur Stelle und Simon hat auch schon den Rat befolgt und den Vergaser gereinigt - allerdings ohne Erfolg. Axel steht schon mit gezückter Kamera da und wartet sehnsüchtig auf das Bild der Simpson Desert, wird aber bitter enttäuscht, denn leider wirken eine neue Zündkerze und ein gereinigter Luftfilterkasten wahre Wunde...

Dünenauffahrt mit BodenwellenGegen 3:30 sind wir dann alle wieder zusammen, und die Domi schnurrt wieder vor sich hin. Nach dieser ausgiebigen Mittagspause läuft's dann dafür wie geschmiert, mit 90 auf den Geraden zwischen den Dünen, mit 110 auf dem Salzsee, mit 80 in die Dünen rein und dann runter rin den 3. und den 2. Gang um dann vorsichtig über die Dünenkämme zu springen – geniale Heizerei! nur Fliegen ist schöner – wenn überhaupt...

Ausgebrannte DR am WegesrandKurz vor bevor wir auf den berühmten Dogfence treffen, der den halben Kontinent durchzieht, treffen wir noch auf die ausgebrannten Überreste von Kollegen: der ausgeglühte Rahmen einer DR – so weit man das von den Resten überhaupt sagen kann – steht dekorativ am Wegesrand auf einem Dünenkamm in der Abendsonne. Für uns ein letzter Sammelpunkt bevor wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Lagerplatz machen.

Lagerplatz in der SimpsonWenige Dünen weiter geht dann Simon auch noch der Sprit aus; gut nur, dass Axel und Mark im Toyota nur eine Düne weiter waren und ihn im Rückspiegel gesehen haben, denn zu dem Zeitpunkt war Simon das Schlusslicht... Aber in der Dämmerung haben wir's dann alle zum Lagerplatz geschafft und bereiten uns unser verdientes Abendessen in der grandiosen Kulisse der Simpson Desert zu.

Sonnenunterang in der Simpson DesertNach dem Erlebnis mit Simons Mühle sehen auch die anderen drei ein, dass das abendliche Reinigen meines Luftfilters durchaus Sinn macht und im Schein der Taschenlampen herrscht ein reges Service-Treiben rund um die Mopeds. Denn schliesslich steht Morgen der wohl berühmteste Teil der Simpson an: die Big Red.


 

Axel und MArc beim morgentlichen Verzurren der AusrüstungMorgens sind wir dann gegen 8 wieder unterwegs. Wie gestern Nachmittag läuft es auch heute wie am Schnürchen und der feine Sand fliegt nur so unter den Rädern meiner Mühle davon – mittlerweile habe wir uns eben an die Eigenheiten der Simpson gewöhnt.
Ne Stunde nach der Abfahrt kreuzen wir ein weitläufiges, trockenes Flussbett mit einer steilen Dünenauffahrt an jeder Seite.

Pause auf dem DünenkammUnd da schlägt mal wieder die mangelnde Konzentration und der Übermut zu: eine kleine Halbmeter-Welle genau auf dem Dünenkamm und schon bin ich wieder 'Airborne' – doch leider versucht mein Hinterrad schon wieder die Oberhand zu bekommen! Das kenn ich ja nun schon, aber was soll ich bloss gegen den Busch unternehmen, der da auch mich zugeschossen kommt?!? Aber auch dieses Mal schafft es meine treue KTM irgendwie dem scheinbar unvermeidlichen zu entgehen...

Dünen in der Simpson DesertWir brettern weiter durch die geniale Dünenlandschaft der Simpson: tiefrote Dünen unter einem unendlich blauen Himmel. Die Augen können sich gar nicht satt sehen an diesen Bildern. Ich kann mich nicht so recht Entscheiden, ob nun die geniale Landschaft oder die geile Dünenheizerei das bessere an dem Trip ist – aber zum Glück kann ich ja einfach beides in vollen Zügen geniessen!

westliche Auffahrt zur Big RedUnd dann stehen wir vor ihr: Die Big Red! Ein wenig enttäuscht sind wir schon, denn in jedem besseren Reiseführer steht, wie schmierig denn die Auffahrt wohl wäre, doch so unschaffbar sieht sie gar nicht aus. Nun gut, die Dünen ist ihre 100m hoch aber dafür hat man auch gut 3 km Anlauf – aber mein Motorrad ist natürlich auch was ganz anderes als ein Auto; warten wir's also ab wie sich unser Toyota schlägt!

oberes Plateau der Big RedIch komme dann auch prompt beim ersten Versuch gerade noch so oben an. Mittlerweile merkt man meiner armen Mühle das Missgeschick auf der Canning schon an, denn so allmählich bricht die Leistung merklich ein; Schade eigentlich bei dieser Riesen Düne und genialen Kulisse.
[Video1]

Scot beim Sprung über den Dünenkamm der Big GerAber wir lassen uns natürlich von solchen Kleinigkeiten den Spass nicht verderben und da es ohnehin nur noch gut 30 Pistenkilometer nach Birdsville, dem Etappenziel sind, toben wir uns im feinen Sand dieser gigantischen Düne so richtig aus. Auf der steilen Westseite hoch, auf der etwas flacheren aber dafür tiefsandigeren Ostseite wieder 'runter, dann an den steileren unbefahrenen Flanken der Ostseite wieder hoch mit 'nem Sprung auf das breite, sandige Plateau– kurz: viel Spass für verrückte Mopedfahrer!
[Video2]

Axel und unser Toyota kurz vorm Dünenkamm der Big RedDer Toyota hat's da schon ein wenig schwerer: Zuerst versucht Axel sein Glück und nimmt etwa die Hälfte der Anlaufstrecke Anlauf kommt aber nur bis an 10 Meter an den Dünenkamm heran, dann geht nichts mehr. Das ganze versucht er noch ein, zwei Mal, dann ist klar, dass es auch mit 100 bei der Düneneinfahrt und mit blitzschnellem 'Runterschalten durch alle sechs Gänge nicht getan ist. Also wird unten kurz Luft abgelassen und siehe da: Auf Anhieb klappt's!

Ostauffahrt der Big RedMittlerweile stehen auch schon auf beiden Seiten zum Fusse der Big Red einige Allradler bereit, die hier ihr können mit der Natur messen möchten. Und nun wird auch klar, woher die Big Red ihren Ruf hat: So einfach ist sie eben keineswegs, und ohne die passende Fahrtechnik geht nichts. Wieder und wieder versucht sich einer nach dem anderen 4WD den Sand hinaufzugraben, doch auch mit noch so viel Leistung ist einfach spätestens fünf Meter vor dem Dünenkamm Schluss.

Big Red, Simosn DesertWir schauen uns das Spektakel noch eine Weile an während wir auch Mark und Axel warten, die haben nämlich wie sich später herausstellt, einen Blick auf die zweite, wesentlich einfachere Auffahrt zur Big Red werfen wollen, die gut 10 km nördlich liegt. Wir schauen also zu, wie sich ein Toyota die Kupplung verbrennt, und einige andere sich die Zähen an der Big Red ausbeissen. Hin und wieder schafft's auch einer auf Anhieb, zum Beispiel zum Erstaunen aller Zuschauer ein offensichtlich recht voll beladener Toyota Pickup – da zeigt sich's mal wieder: Technik ist alles; ein Bisschen weniger Druck auf den Reifen und schon geht's fast wie von alleine – einzig schnelles Schalten will halt gelernt sein...

Blick vond er Big Red Richtung OstenNachdem der Toyota aber auch 'ne knappe Stunde später immer noch nicht auftaucht, nehmen wir an, er wäre wohl schon vorausgefahren und machen uns auf nach Birdsville, wo wir uns auf ein kühles Bier und natürlich auch auf das wohl berühmteste Outback-Event überhaupt freuen: die Birdsville Races.

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updated: 11.10.2003
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