Qicksearch:
 
welcome to Rainer's Australien
www.Outback-Guide.de
Home
Bikes
Guide
Stories
[+] allgem. Infos
[+] Tour 1998

[–] Tour 2001

  |–[+] Stories
  |–[–] Tagebuch
  |   |–[+] Perth - Wiluna
  |   |–[+] Wiluna - Yulara
  |   |–[+] Yulara - Alice - Yulara
  |   |–[+] Yulara - Oodnadatta
  |   |–[–] Oodnadatta - William Creek
  |   |   |— Oodnadatta - Coober Pedy
  |   |   |— Coober Pedy
  |   |   |— Coober Pedy - William Crk.
  |   |   |— William Creek
  |   |   |—–> MudMap
  |   |
  |   |–[+] William Creek - Alice Springs
  |   |–[+] Alice Springs - Birdsville
  |   |–[+] Birdsville - Broken Hill
  |   |–[+] Broken Hill - Flinders Ranges
  |   |–[+] Gammon Rng.- Coober Pedy
  |   |–[+] Coober Pedy - Nullarbor RH
  |   |–[+] Nullarbor RH - Esperance
  |   |–[+] Esperance - Perth
  |
  |–[+] Sponsoren
 
[+] Tour 2002
[+] Tour 2003
[+] Tour 2005
[+] Tour 2006
 
Galerie
Oz-Infos
Oz-Links
Suche
Feedback
Allgemeines

 

 

 



EtappenlisteSeiten durchsuchen Tag 16-19: Oodnadatta - William Creek

 

Entfernung: 593km
Strecke:
Oodnadatta - William Creek - Coober Pedy - William Creek



previous  Index  next

 

Datum: Mi, 4.4.
gefahrene km: 401km laufender km: 9986
Tankstops: +12l (Oodndadatta, $14)
24,3l (km 9819, $30)
Übernachtung: Coober Pedy, Underground Hostel (17$)
Service:

Morgens gegen 8 ist schon alles aufgesattelt, aber Axels Mühle will nicht anspringen. Also wieder sein Gepäck absatteln und erst mal die Zündung gecheckt: keine Zündfunke da - doh!!!
Also Tank 'runter und die Elektrik gecheckt. Wir finden erst mal nix, nach einiger Rumwackelei läuft sie dann plötzlich wieder, dann wieder nicht - bis wir den Fehler endlich als einen schlechten Kontakt im Stecker der CDI identifizieren können. Also den gereinigt und wieder zurechtgebogen und alles funktioniert wieder wunderbar...

Pink Roadhouse, Oodnadatta, SADanach vor ins Roadhouse um nach Adam zu suchen. Der hat sich auf seine alten Tage doch tatsächlich ne Mercedes M-Klasse ML geleistet, obwohl er früher immer nur über die Luxus möchte-gern Geländewagen hergezogen hat, und flickt gerade mal wieder Reifen. Leider erinnert sich leider nicht wirklich an meinen letzten Besuch :-( nur ganz vage - wir unterhalten uns ein wenig (vor allem über den Track durch die Simpson). Er hat aber offensichtlich nicht viel Zeit, weil er gestern und heute mit den Leuten von der Tourist Commission eine Inspektionsrunde auf dem Oodnadatta Track macht... Tja, so kurzlebig können die Freundschaften im Outback leider sein...

Oodnadatta Track, SAWir genehmigen uns zum Trost ein Baken & Egg Frühstück und ich lerne Lynn, Adams Frau kennen. Ich erzähle ihr von meinem letzten Aufenthalt in Oodnadatta und sie scheint sich einigermaßen an die Geschichten zu erinnern (Sie war damals allerdings im Krankenhaus in Adelaide gelegen und kannte das ganze ohnehin nur von Adams Erzählungen...) Sie ist auf jeden Fall sehr nett und gibt mir massig Infomaterial zum Oodnadatta Track - ohnehin ist das Pink Roadhouse die beste Adresse um Infos zur Gegend und den Streckenzuständen zu erhalten, denn die beiden geben sich wirklich Mühe.

Rouinen einer alten Telegraph StationGegen 11 kommen wir dann endlich los und brettern den Oodnadatta Track Richtung William Creek entlang.
Zwischendurch sind immer wieder Photostops angesagt und auf halbem Weg gibt's nen kleinen Abstecher über nen ziemlich holprigen kleinen Track zu ner alten Telegraph Station - nette kleine Offroadeinlage ;-)

Algebuckinna Bridge, SAAn der Algebuckinna Bridge, einer großen alten Bahnbrücke mute ich mir ein wenig zu viel zu und hab meine Mühle im wieder erwarten doch noch recht feuchten Flußbett leicht eingegraben - zum Glück bin ich nicht alleine unterwegs ;-) nicht daß es wirklich ein Problem gewesen wäre - aber doch viel angenehmer zu zweit, vor allem bei dem rutschigen Untergrund...
Die Brücke selbst bietet die ideale Photokulisse und so nutzen wir sie denn auch ausgiebig. In in paar km Entfernung liegen die Überreste einer kleineren alten Miene, die wir uns aber ersparen.

William Creek, SAGegen 16:00 kommen wir dann in William Creek an - wir entschließen uns erst mal auf den Trip zum Lake Eyre zu verzichten und statt dessen nach Coober Pedy weiter zu fahren, was wir denn auch gleich tun.
Die Fahrt gegen die Sonne wird am Ende ein wenig gefährlich, da man kaum noch was erkennen kann, aber gen 17:50 haben wir's dann endlich geschafft: Wir kehren in meinem lieblings Backpacker, im Coober Pedy Underground Hostel ein für stolze 17$ pro Bett und Nacht ein - aber der Preis lohnt sich, wo kann man sonst schon in einem echten Dougoutübernachten?

Abseits des Oodnadatta TracksWir genehmigen uns bei Tracys ein ordentliches Steak (allerdings ebenfalls für nen stolzen Preis, wie eben alles hier) gehen ins Web und ins Pub auf ne Runde pool. Zumindest war das der Plan, der sich allerdings als undurchführbar erweist, weil dort gerade just die örtliche Poolkompetition angehalten wird. Wir schauen dem lustigen Treiben bei dem einen oder anderen Bier zu und gehen dann auf noch ein Bier an den Pooltisch im Hostel...

Pistenzustand:
Überreste der alten Bahnlinie entlang des Oodnadatta TracksDer Oodndatta Track ist eine sehr gute Piste, Landschaftlich interessanter als von Marla nach Oodnadatta, aber nicht gerade die interessanteste Strecke des Kontinents. Zwischendurch gibt's aber immerhin einige nette Photostopps vor allem Ruinen und Reste der alten Bahnlinie.
Der Track von William Creek nach Coober Pedy ist ebenfalls in seht gutem Zustand, hat allerdings einiges an kleinen Hügeln und Creek-Crossings, die man überwinden muß, wo man mit dem 2WD ein wenig vom Gas müßte. Die Landschaft besteht zunächst aus leichten rote Dünen mit Clay Pans und wird dann später immer karger, bis dann im Gebiet um Coober Pedy nur noch platte Steinwüste zu sehen ist.


 

Datum: Do, 5.4.
gefahrene km: 2km laufender km: 9988
Tankstops: 18,5+10l (km 5088, $23+$11, 7,1l/100km)
Übernachtung: Coober Pedy, Underground Hostel (17$
Service:

Crazy day, fixing bikes...
Coober Pedy, SAErst Mal genehmigen wir uns (mal wieder) ein ordentliches Frühstück im Cafe. Danach gehe ich meinen neuen Reifen abholen und aufziehen. Der Reifenhändler (Bulls, wie schon beim letzten Mal) hat aber wieder allen Versprechungen nur nen Michelin Baya bekommen; Der scheint mir zwar ein wenig dünn zu sein, aber im KTM-Sommer Katalog steht, er wäre wunderbar in der Ausdauer - na, dann bin ich ja mal gespannt...)

Underground Backpackers - Übernachtung im stielechten DougoutAxel flickt derweil seinen Faltenbalg am Federbein: mit einem einfachen Ventilflicken, und ist ganz begeistert, daß das tatsächlich zu funktionieren scheint. Dann richten wir noch seine Gabeln (dafür muß er aber zwischendurch extra bei Ross Rocket (dem Engineer in Coober Pedy) extra Unterlegscheiben drehen lassen, da die Muttern für die Gabel einfach zu lang sind und das ganze einfach nicht hundertprozentig dicht zu werden scheint - eine eigentümlich Gabel, aber das bekommt man eben, wenn man so eine zusammengestückelte BMW kauft...

Reifenwechsel bei 'Bulls' in Coober PedyIch genehmige mir zur Abwechslung ein nettes Buch nebenher, werde aber immer wieder mit Fragen wegen der Mopeds unterbrochen - aber da antwortet man ja schließlich gerne...
Gegen Abend beschließen wir zur Abwechslung zum Chinese essen zu gehen und schließen den Abend wir noch bei ein zwei Bier und Pool im Hostel ab.


 

Datum: Fr, 6.4.
gefahrene km: 188km laufender km: 10176
Tankstops: +13l
Übernachtung: William Creek (Camp Ground $8)
Service: Kühlwasser gecheckt, Kerzenbild überprüft
Kolbenfresser auf halbem weg zum Lake Eyre

Nach dem Aufstehen kümmere ich mich erst mal um den nächsten Hinterreifen und gehe dazu ins Web. Dort sehe ich einige Antworten auf meine Anfragen bezüglich der typischen Öltemperatur des 640er Motors. 85 Grad bei normalen heißen Temperaturen, im heftigen Sandgewühl bis zu 100! - Doh! - und ich hab nie unter 100 und viel zu häufig 115... wenn das mal gut geht (später stellt sich jedoch heraus, daß die hohe Temperatur von meinem Mikuni Vergaser kommt - der braucht zwar nen guten Liter Sprit weniger als der DelOrto, der beispielsweise in der Adventure verbaut wird, führt aber eben leider auch zur deutlich höheren Motortemperaturen...) Ich bestelle zur Sicherheit einen Michelin Desert bei einem Händler in Broken Hill und entschließe mich, sicherheitshalber das Kerzenbild zu überprüfen, um festzustellen ob sie womöglich zu mager läuft. Ergo den Tank runter, aber das Kerzenbild ist eher zu fett. Also überprüfe ich noch den Kühlwasserkreislauf: der stimmt aber auch... Jetzt bin ich erst mal ziemlich ratlos.

Überprüfung des Thermostaten mit Hilfe von kochendem WasserZur Ablenkung frühstücken wir erst mal und machen uns danach mal wieder auf die Piste. Die Öltemperatur ist immer noch zu hoch (zumindest glaube ich das zu dem Zeitpunkt...) Ich hab kein gutes Gefühl. Weiter geht's mit moderaten 100 nach William Creek, damit die Temperatur unter 110 Grad bleibt - dort kommt der Tank wieder runter, die Wasserpumpe und der Thermostat werden im kochenden Wasser überprüft und das Ölthermometer getestet - aber es läßt sich einfach kein Fehler finden...

Kolbenfresser auf dem Track zum Lake EyreIch reinige die Kühler von Federn der bei der einen oder anderen Dämmerungsfahrt mitgenommenen Vögel und baue die Mühle unverrichteter Dinge wieder zusammen. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang machen wir dann nen kurzen Probelauf zum Lake Eyre 'raus - ganz schlechte Idee!!! Irgendwie nimmt sie oben raus das Gas nicht richtig an und knistert ein wenig im Krümmer - während ich mir noch überlege, was das wohl über das Gemisch aussagen mag, aber da ist's auch schon zu spät: der Motor pfeift noch mal kurz, und der Saft ist plötzlich weg - und ich ahne Arges...

Axel fährt  los um Hilfe zu holen...Ich begutachte das Malheur: Der Motor läßt sich mit dem Kickstarter nicht mehr bewegen - nicht vor und nicht zurück - oha: Kolbenfresser! Scheiße! - und das nach 5500km!!! Wenn ich doch wenigstens wüßte weshalb! (aber dafür sollte es ab jetzt lustig werden!)

Während ich fluchend auf Axel warte überlege ich mir, ob's eigentlich an der Gegend liegen kann, daß ich hier offensichtlich immer Probleme mit meinem Mopeds habe - letztes mal hatte ich mit der XR600 kurz vor Oodnadatta nen Motorschaden, dieses Mal gerade mal 200km weiter (und 200km sind hierzulande ja quasi um die Ecke...)

Die Leute vom William Creek Hotel holen meine Maschiene freundlicher Weise abWährend ich so mit meinem Schicksal hadere kommt kurze Zeit später auch schon Axel vorbei. Er fährt erst mal die 25km zurück zum William Creek Hotel, greift sich dort den Hotelier mit samt dessen Pickup, und gemeinsam kommen sie mich abholen. Wir laden meine Unglücksmühle auf und fahren in einem abartig genialen Sonnenuntergang auf der Pritsche des Pickups zurück nach William Creek (wenn die Wolken mal kein Regen bringen! - aber echt schade, daß ausgerechnet bei so genialem Licht meinem Mühle versagen muß - das wären sicherlich gigantische Bilder am Lake Eyre geworden!)

Abendstimmung auf dem Rückweg vom Lake EyreIn William Creek versuchen wir nen möglichst schnellen Transport nach Coober Pedy zu organisieren - aber Fehlanzeige, denn dieses Wochenende sind hier the Races - also das kulturelle Ereignis des Jahres - der gesellschaftlich Höhepunkt der Saison: Pferderennen am Sonntag und davor Saufspiele und wet T-shirt kontests und was sonst noch zu einem Rennwochenenden im Outback gehört - Na spitze! Denken wir uns, dann paßt ja mal wieder alles ;-)

Überfüllter Campingplatz in William CreekDer freundliche Pickup-Fahrer verweist mich an Pete vom Caravan Park aber bei dem sieht's ähnlich aus - aber beide versprechen sich umzuhören, ob zufällig jemand gen Coober Pedy fährt, was aber sehr unwahrscheinlich sein dürfte, denn schließlich würden diese Wochenende erst mal aller hierher kommen... Pete bietet mir aber zumindest eine Shed an, wo ich die Mühle erst mal in Ruhe auseinander nehmen kann - ich entschließe mich dazu, das morgen früh erst mal zu tun, damit ich zumindest den Schaden mal abschätzen kann. Ansonsten beschließen wir, daß und ja eigentlich nix besseres hätte passieren können, als ausgerechnet an diesem Wochenende in William Creek festzusitzen und wir ja blöd wären, wenn wir den Flair des Festes nicht in vollen Zügen genießen würden!

Überfülltes Pub in William CreekWir gehen also Abends in Hotel zum Abendessen. Das Hotel hat, wie so viele Outback-Pubs eine recht eigenwillige Innenausstattung, die im Wesentlichen aus allerlei Trophäen vergangener Trinkgelage besteht. Hier ist dementsprechend auch schon die Hölle los und wir treffen Pippa und Anabelle, zwei Mädels aus Sydney: die eine von beiden unter arger Bedrängnis der Stockmen von Anna Creek STN, der, wie sie uns immer wieder glaubhaft versichern, größten Rinderfarm des Kontinents, ja wenn nicht der Welt! Aber sie setzt sich dennoch erfolgreich zur Wehr ;-) Um 12 macht der Laden dann auch schon dicht und wir trinken noch nen Tee bzw. ne Tütensuppe mit den beiden Mädels zusammen. Es stellt sich heraus, daß sie mit nem Subaru Station Wagon und Swags unterwegs sind - the Aussie way eben...
Als wir dann endlich in unsere Zelte verschwinden muß es so gegen 2 Uhr morgens sein...


Back to TopTag 19: William Creek

 

Datum: Sa, 7.4.
gefahrene km: 2km laufender km: 10178
Tankstops: 18,5+10l (km 5088, $23+$11, 7,1l/100km)
Übernachtung: William Creek (Camp Ground $8)
Service: Motor geöffnet

Zeltplatz in William Creek, SA7:30 aufgestanden (doh! - Sch... innere Uhr! Hab ich eigentlich schon erzählt, daß es gestern 2 Uhr morgens gewesen sein muß ?!?) Nach ner ausgiebigen Dusche erst mal gefrühstückt, und dann nen Platz zum Zerlegen der Mühle organisiert. Zwischendurch beim Fuel-Truck, der gerade die Tanke auffüllt angefragt ob er mich nicht samt Mühle nach Coober Pedy mitnehmen könnte, aber hier hat mittlerweile auch die Zivilisation zugeschlagen und er lehnt wegen der Gefahrgutbestimmungen usw. ab - wo gibt's denn so was? Und das im Outback! Ja kann man sich denn auch nicht mehr auf die unbürokratische Nachbarschaftshilfe der Aussies verlassen?!?

Shed, die wir kurzerhand zur Werkstatt umfunktionieren...Na ja, denn muß die Mühle halt erst mal zu Pete's Workshop ca. 1km die Straße hoch gebracht werden. Stellt sich nur die Frage: Wie?!? Ich schau mir die BMW an und denke: Na auf dem Teer hab ich doch auch schon mal ein Moped vom anderen abschleppen lassen - das wird für den Kilometer denn auch auf Schotter schon mal gehen. Also kurzerhand meine KTM hinter der BMW hergeschleppt (Wenn man bedenkt, daß die BMWs letztes Jahr beinahe die Dakar gewonnen hätten wäre das sicher ein gefundenen Fressen...) Dabei stellen wir fest, daß die Schlepperei eigentlich gar nicht so schlecht geht (na ja - bis auf die Kurven vielleicht…)

Zerlegte KTMIn der Shed angekommen erst mal in der Hitze und mit all den Fliegen des Outbacks (warum sind die eigentlich ausgerechnet hier?!?) meine die KTM zerlegt.
Nach zwei Stunden Schrauberei hatten wir dann auch den Kopf unten...

Was soll ich sagen? - Meine Fresse - totales Chaos da drinnen: Ein Bild des puren Grauens! (Alle Leser aus dem Adventure Forum flehen mich später förmlich an, das Bild wieder aus dem Forum zu entfernen, da es sie mit körperlichen Schmerzen erfüllt ;-)
Kolbenfresser in der KTMDie Hälfte vom Kolben oberhalb des ersten Kolbenrings fehlt einfach, der Kolbenring liegt zerschmettert in tausend kleinen Stückchen im Zylinderraum - Die Ventile sind mit Resten des Kolbenmaterial übersät, und zudem hat sich mindestens einer der scharfkantigen Splitter des Kolbenrings zwischen Kolben und Zylinderwand gequetscht und letztere mit einer tiefen Furche versehen...

Wir werfen zwei lange Blicke auf die Misere und machen den Motor gerade wieder zu.

Leiht mitbenommener Zylinderkopf nach Motorschaden"Hm - sag mal wie schnell waren wir beim abschleppen wohl so etwa?" "so um die 30 - hm - aber 40 geht sicher auch" - "dann wären's ja theoretisch nur 4 Stunden nach Coober P." - "Jo, stimmt eigentlich" "Und?" "Hmm - wäre auf jeden Fall mal was anderes als die bisherigen zwei Trips die Piste runter" "Jo" - "Jo" - "Na denn würde ich sagen bauen wir den Motor wieder zusammen und erst in Coober P. wieder raus"...

Also planen wir, morgen, gegen Mittag, nach nem ausgiebigen Blick auf die Races, die Schleppfahrt - die Aussies schauen uns nur ungläubig an, als sie von unseren Plänen hören und meinen dann - "Yea - she'll be right - after all - ist not that far to Coober P.!!!" - was sollen sie auch anders sagen?

Unterhaltung mit einem Opalshürfer aus Coober PedyGegen 14:00 kommen wir also nach getaner Arbeit wieder am Zeltplatz an, die Saufspiele sind schon in vollem Gange: "Come on, join in - it's only one buck and you get a warm can of beer with it - and it's for the doctors mate!" na wenn's für die Flying Doctors ist, dann müssen wir natürlich mitmachen. Wir schauen uns einige der Spiele an. Gegen 4 gönnen wir uns nen Burger the Lot im Takeaway beim Campingplatz, da es im Hotel noch nix gibt (O-Ton des Besitzers: "Sorry, can't find the cook mate!") und während Axel den Schlaf der gerechten nachholt gönne ich mir ein nettes Buch...

Nebenan kommen vier Touries in nem alten Ford Falcon an (dem Backpacker Auto in Oz schlechthin) - mein Gott: sie hatten einen grauenvollen Tag - die letzte Stunde nach Tennant Creek hatten sie keine Musik!!! (Keilriemen am Ende und den Generator nicht mehr angetrieben - zum Glück gibt's aber hilfsbereite Aussies mit 3 (!) Batterien im 4WD J, und die sind auch noch zufällig gerade auf dem Campingplatz...)

Ein Unwetter zieht auf...Den ganzen Nachmittag sieht man schon gigantisches Wetterleuchten; beim Sonnenuntergang, macht's dann die Runde: mehr oder weniger in jeder Richtung in die ne Straße führt gibt's ein paar ordentliche Blitze in der Ferne, die mal eben ein achtel des Horizonts einnehme - und genau in der Richtung nach Coober Pedy, tat's das schon den ganzen Abend lang! Das kann ja heiter werden, wenn wir morgen das Bike abschleppen wollen!
Wolken ziehen auf, und gegen 18:00 fängt's an ordentlich an zu winden - wir beide (zum Glück haben wir unsere Zelte ja in weiser Voraussicht in diesem gigantischen Windschutz aus alten Bahnschwellen aufgebaut...) spielen Feuerwehr bei Nachbars denen gerade beide Igluzelte davonzuwehen drohen. Die beiden Mädels aus Sydney haben derweil schon alles in ihren Subaru geschmissen, und suchen ebenfalls in unserem Windschutz Unterschlupf...

Sandsturm in William CreekEin mittelprächtiger aber beeindruckender Sandsturm tobt für etwa 45 Minuten und wir machen fleißig Bilder und warten auf bessere Zeiten (besseres Wetter tät's allerdings fürs erste auch) Dann, gegen 21:30 wagen wir uns ins Hotel (eigentlich war der plan noch nen Burger zu holen, aber das einzige was wir bekommen, abgesehen davon, daß aus Sicherheitsgründen nur Büchsen verkauft werden, und wir daher VB statt unser bevorzugtes ICEd Beer trinken müssen, bekommen wir nur nen Hot Dog - na ja - Hot Dog ist ein wenig zu viel gesagt wenn man von einem trockenen Brötchen mit einem lauwarmen Etwas dazwischen redet, daß zwar rein optisch entfernt an eine Wurst erinnert aber irgendwie wie Cornedbeef schmeckt... Ich sag's ja - gigantisches Fleisch haben sie ja, aber von ner ordentlichen Wurst haben die Aussies einfach auch nicht die blasseste Ahnung...

Überfülltes Pub in William CreekNach der letzten Runde bekomme ich ausnahmsweise noch auf höchst geheimem Wege mein letztes VB (hinter der Bar durch, nachdem ich ne gute halbe Stunde ausgeharrt habe und der Copper in Zivil uns schon fast rausgeschmissen hätte, wenn da nicht Anabelle, das Mädel aus Sydney gewesen wäre) Wir verschwinden Richtung Zelte - leichter Regen zieht mittlerweile beständig übers Land und wir retten uns zum Shower-Block und von dort weiter zu den Zelte, wo alles irgendwie ein wenig sandig ist...

previous  Index  next
updated: 1.3.2002
 © by R. Rawer '95-'09           Impressum
zurück zur Startseite Seiten durchsuchen EtappenlisteOrts-Index