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EtappenlisteSeiten durchsuchen Tag 43-44: Nullarbor RH - Esperance

 

Entfernung: 1292km
Strecke:
Nullarbor RH - old Eyre Higheay - Eucla - Balladonia RH - Cape Arid NP - Cape Le Grande NP - Esperance



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Back to TopTag 43: Nullarbor RH - Balladonia RH

 

Datum: Di, 1.5.
gefahrene km: 769km laufender km: 17026
Tankstops: 8,6l (km 17026, Nullabor RH)
17,5l (km 17338)
16,7l (km 17612, Caiguna RH)
Übernachtung: Balladina RH ($6)
Service: 0,5l Öl

Hammertag Nummer 2:
Strassenschild am Nullarbor RH, SADie Nacht ist mit den Pferden ein wenig unruhig - zumal das ganze schon vor Sonnenaufgang schon wieder unterwegs ist...
Ich stehe also kurz vor sieben auf und genehmige mir nach dem Zeltabbau erst mal ein ruhiges Frühstück im Roadhouse.
Dann geht's nach dem Tanken und einem Photostop am berühmtesten Straßenschild des Kontinents (inklusive einem der beiden beinahe handzahmen Dingos des Nullarbor Roadhouse gegen 8:20 los.

Old Eyre Highway, SADer alte Eyre Highway, den ich nehmen will, geht quasi direkt am Roadhouse vom Teer ab - dazwischen ist noch ne kleine Kiesgrube und dann sieht man den Track auch schon vom Highway aus. Also kurzerhand rübergestochen und losgebrettert - nette Piste. Ne Schöne Abwechslung zum geteerten Highway, allerdings geht die alte Streckenführung dafür bolzengerade durch die Pampas und ist sehr steinig, da der alte Untergrund vom Füllmaterial mittlerweile vom Wind freigelegt wurde... Immer wider Limestoneaufbrüche dazwischen; aber die Piste ist allemal gut für 110 ;-)

Great Australian Bight, SAAn der ersten Kreuzung, treffe ich zwei Roadworker und tratsche ein paar Takte mit ihnen. Weiter geht's zum nächsten Abzweig und dann einen offensichtlich kaum benutzten Track wieder runter zum nächsten Lookout am neuen Eyre Highway: da gibt's nämlich die gigantischen Klippen der Great Australian Bight zu bewundern, und die sind absolut sehenswert.

Old Eyre Highway, SANach nem weiteren Lookout geht's dann wieder auf nen anderen Track hoch zum old Eyre Highway. Ich finde auch prompt einen, der anfangs relativ gut ist (wohl hauptsächlich, weil er den Zugang zum nächsten Telekom Turm darstellt), aber danach sehr steinig wird. (Einige Fahrzeuge sind vor mir offensichtlich schon weit ab von der eigentlichen Fahrspur durchs Gras gefahren, weil's dort offensichtlich weniger ruppig voran ging...) Dann wieder auf den alten Eyre Highway eingebogen. Die Piste ist immer noch im gleichen Zustand wie das erste Stück, leider sind aber nicht alle Tracks, die auf der Karte eingezeichnet sind auch in natura auszumachen, und irgendwann stehe ich 8km zu früh vor dem nächsten Telecom Tower samt zugehörigen Tracks.

Great Australian BightAlso nehme ich kurzerhand diesen um wieder zum nächsten Lookout am neuen Eyre Highway runterzustechen. Auch dieser Track ist extrem steinig: grobkantiger, sehr spröder Limestone der fest im Boden sitzt. Nett für die Reifen - aber meine Federung bügelt solche Kleinigkeiten ja ohne zu murren weg, und der Pirelli Vorderreifen hat mich auch noch nie im Stich gelassen (knock wood ;-)

Wie gesagt also zum nächsten Lookout, den mit die beiden Roadworker übrigens wärmstens ans Herz gelegt hatten. Dort gibt's das Sandy Patch zu sehen - na ja, ein wenig mau das Ganze, aber keine 10km weiter kommt dann der eigentliche Outlook zu dem ich wollte: da sieht man dann auch die Schneeweißen Dünen in der Ferne - nicht schlecht!

Old Telegraph Station bei EuclaWeiter geht's nach Eucla, einem netten kleinen Caravan Park inklusive Roadhouse und kurz bevor die Straße dann die Cliffs hinauf führt. Ich schaue mir noch die nahegelegenen Ruins der Old Telegraph Station an, die unweit vom Strand im tiefen, schneeweißen Sand begraben liegt und ein nettes Photomotiv abgibt.

BP Border Village, SADanach geht's weiter zum nächsten Roadhouse, wo mich auch schon die Wolken eingeholt haben und es sehr nach Regen aussieht - also beredeter ich gleich ohne halt weiter. Beim nächsten Roadhouse gab's schon die ersten Tropfen also auch hier keinen langen Zwischenstopp eingelegt und lieber weiter (hier führt dann ein kleiner Paß wieder auf die Cliffs hoch...)

Dann nieselt es immer mehr und ich überlege mir ob ich nicht die letzten 180km bis nach Balladonia auch noch d'ranhängen will... Kurz vor dem Roadhouse von Caiguna beginnen dann nicht enden wollende Bauarbeiten die bei dem Nieselregen eine extrem rutschige Piste zur Folge haben. Am Roadhouse muß ich erst mal tanken. Hier hat's offensichtlich gerade vor kurzem geregnet: überall Pfützen. Nicht gerade das richtige zum Übernachten denke ich mir und fahre also nach dem Tanken immer noch weiter. Zwischendurch bekomme ich mit, daß es heute schon nen Mopedfahrer mit seiner Straßenmaschine übel gelegt hat - also Vorsicht bei den vielen Baustellen...

Das längste gerade Stück des Eyre HighwayIch fahre also weiter, immer dem kleinen Fleckchen blauem Himmel hinterher, daß laut meiner Schätzung in ca. 100km Entfernung besseres Wetter verheißt. Einige Roadworks und ein paar Tropfen später bekomme ich den ersten Sonnenstrahl tatsächlich schon nach 80km ab und nach 100km kommt doch tatsächlich die Sonne unter den Wolken durch und meine Stimmung hebt sich merklich. Bei all den Bauarbeiten hätte ich doch fast Übersehen, daß ich gerade auf dem längsten geraden Straßenstück des Kontinents unterwegs bin.

Campsite am Balladonia RH, WAEgal - meine Mühle schnurrt mit 120 (laut GPS) wie ein Uhrwerk vor sich hin - bloß das licht will nicht mehr so richtig! Gegen 17:30 (sorry - ist ja WA time - sprich: 16:00) komme ich dann bei strahlendem Sonnenschein bzw. Abendsonne endlich in Balladonia an und schlage nach 770km (!) Fahrt endlich mein Zelt auf.
Noch schnell die Elektrik überprüft (dachte zuerst es wäre das Zündschloß, weil der Fernlichtschalter ja noch ging; es stellt sich aber heraus, daß es nur an ner durchgebrannten Sicherung lag - eigentümlich...

Eyre Highway kurz vor Balladonia RHIch genehmige mir zum Abendessen noch ne Lasagne und zwei kühle Blonde und unterhalte mich noch mit einen Teilnehmer des Oldtimertreffens in Canberra (der was mit nem 1921er Rolls Royce Silver Ghost I unterwegs. Das arme Teil war vom Baustellenschmutz fast so verdreckt wie meine Mühle...) Und dann ab in die federn! Das hab ich mir heute auch verdient!!!


Back to TopTag 44: Balladonia RH - Cape Le Grande NP

 

Datum: Mi, 2.5.
gefahrene km: 395km laufender km: 18190
Tankstops: 11l (km 17796, Balladonia,)
16,6l (km 18117, Condingup)
Übernachtung: Cape Le Grande NP ($3)
Le Grand Beach CS ($12,5)
Service:

Früh aufgestanden - aber erst mal Frühstück im Roadhouse eingenommen. Da gab's noch die Reste vom Frühstücksbuffet der Contract Workers für umme - na das trifft sich ja gut mit meinem Hunger...

Nebel auf dem Track zum Cape Arid NP, WANach dem Essen liegt immer noch dichter Nebel über allem - na ja, was soll's.
Gegen 8:00 fahre ich dann los und nehme den Track Richtung Cape Arid National Park.
Bis zur nächsten Homestead ist dieser sehr corrugates aber trotzdem Klasse 1. Danach dann zunehmend Klasse 2: sehr steinig, extreme Corrugations und immer wieder sehr tiefe Bodenwellen und vor allem extrem lästige Potholes (allerdings zumindest ohne scharfe Kanten) Dann wird der Track immer schmaler und zunehmend feuchter, was bei dem Desert und dem beinahe abgefahrenen Pirelli die wahrste Rutschorgie ergibt...

Track im durch den Lake Arid NPAb dem Eingang zum Cape Arid National Park wird die Piste dann spätestens Klasse 3: extrem steinig, zwischendurch recht sandig. Ab dem Abzweig im Park selber zur Israelite Bay wird's dann erst mal extrem sandig, dann extrem steinig (ich holpere nur noch mit 40 dahin - das dauert ewig... Die letzten 10km vor dem Turnoff gibt's dann wieder zunehmend Tiefsandpassagen)

Sandiger Track im Cape Arid NPDer Track zur Israelite Bay ist sehr sandig und dazwischen vereinzelt steinig. Zwischendurch scheuche ich ein Rudel Känguruhs auf - wir das Eine an mir vorbeispringen konnte ist mir immer noch ein Rätsel: aus dem Augenwinkel hab ich nur gesehen, wie es Seitlich quasi direkt in mich rein und über mein Moped hinweg gesprungen ist...

Salzsee nahe der Israelite BayIn der Nähe des Salzsees wird's dann übel: erst Tiefsand und dann der Salzsee wo tausend Umfahrungen mehr oder weniger am Rande des Salzsees entlang führen. Der Track nahe des Salzsees entpuppt sich als extrem rutschig bei all der Nässe, und kurz vor Ende des Tracks liege ich dann auch prompt das erste mal auf der Reise flach. Ich hebe die Mühle mit viel mühe auf, denn meine Füße finden auf der Schmierseife selbst kaum halt

Old Telegraph Station in der Israelite Bay, WAWeiter geht's zur nächsten Old Telegraph Station - auf dem hiesigen einfachen Campingplatz haben es sich ein paar Angler gemütlich gemacht. Ich fahre wieder zurück um den Wolken zu entkommen - und an haargenau der gleichen Stelle wie bei der Herfahrt (trotz Schrittempo!) lieg ich schon wieder flach...
Also im Schneckentempo die strecke am Salzsee entlanggeschlichen.

Sandiger Track im Cape Arid NPDanach biege ich falsch ab und nehme einen anderen Track als ich eigentlich wollte: der hier ist die ersten 10km und die letzten 15km reiner Tiefsand mit Spurrillen und zudem noch extrem eng bewachsen. Es läuft jedoch spritze mit meiner Mühle; hier fühlt sie sich offensichtlich zu Hause: Ich brettere ihn mit 70 bis 80 durch den Tiefsand. Kurz vor Ende des Tracks (Klasse 3, was sonst) kommt dann eine Passage mit einer links-rechts-links-rechts-links-rechts Kombination mit tausend spuren im Tiefsand - bis links-rechts-links-rechts-links schaffe ich es auch gerade noch so (meine Gedanken dazu in etwa: "nein, das schaffst Du nicht - doch, das geht! - nein, das geht jetzt aber nicht mehr - doch, geht doch! - oh je, jetzt ist aber Ende - nee, klappt doch gut! - - Doh!") und dann entscheide ich mich spontan, daß der Strauch, der da gerade auf mich Zugeschossen kommt, eine weiche Ablage für mich und meine Kati sein sollte...

Pub auf dem Weg zum Cape Le Grand NPDas Aufrichten war dann ein wenig mühsam, in all dem tiefen Sand mit Fahrrillen, und die Verkleidung meiner Kati war denn doch ein wenig verbogen (na ja, was erwartet man, wenn man sie Kopfüber aus einer Sandwand herauszieht...) Aber das war's auch schon: also keine größeren Probleme (bis auf einen abgerissenen Sicherungsgurt an meinen Ortlieb-Taschen vielleicht...) Na, den ganzen Urlaub hat's gehalten, und heute mach ich gleich drei mal nen Abgang!!!

Sonnenuntergang am Grande Beach, Cape Le Grand NP, WAAlso weiter und bei der nächsten tanke erst mal wieder nen Burger auf den Schreck hin eingeworfen. Die Gegend hier ist wunderschön: ewig lange, extrem breite Alleen. Die Parzellen immer von Bäumen eingesäumt, dazu leichte Hügel, volles Grün und die gelben Felder dazu - wunderschöne Farben! Dann ab zum Cape le Grande National Park. Ich komme gerade mal bis zum Le Grand Beach - und beschließe sogleich, das solcher Schönheit nur durch eine Übernachtung genüge getan werden kann. Der Strand ist zu genial (vor allem weil man auch auf ihm fahren darf ;-) blenden weißer Sand, tiefblaues Meer - was soll man da ich sagen?

Le Grand Beach im Cape Le Grand NP, WAAlso baue ich schnell mein Zelt in der Parzelle direkt hinter der ersten Düne des Strandes auf, unterhalte mich noch kurz mit meinen Nachbarn, mache mich dann auf die 20m zum Strand und genieße die ruhe des Meeres ;-)
Nach dem Sonnenuntergang dann erst mal gekocht und mich ein wenig mit nem Paar aus Victoria unterhalten....

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updated: 11.3.2002
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