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EtappenlisteSeiten durchsuchen Story 98/5: Cape York (3)

 

Entfernung: 2216km
Reisedauer: 14 Tage
Strecke:
Cairns => Daintree => Cape Tribulation => Cooktown =>
Old Laura => Lakefield NP => Musgrave STN =>
Coen => Archer River RH => Iron Range NP =>
Lockhart River AbCom => Bramwell => Gunshot River => Jardine River => Siesia => Punsand Bay => Pajinka (Cape York) =>
Somerset => Bamaga => Jardine River => Heathlends Ranger STN => Archer River RH => Coen => Musgrave => Laura => Cairns

Besonderheiten: Auf halbem Weg gebrochenes Schlüsselbein, daher Rest der Reise im Toyota Landcruiser von Jörg mitgefahren :-)

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Frenashmans Road, Iron Rnage NP, QUEWir entschließen uns, zur Abwechslung einen anderen Weg zurück zur Peninsular Dev. Rd. zu nehmen: die Frenchmans Road. Die war denn auch ein ganzes Stück schmäler als der Herweg und bot so manche spektakuläre Furt, wie auch wunderschöne Aussichten auf den Iron Range NP und sein bizarres Umland.

Lehmfurt auf der Frenshamns Road, QUEUnterwegs treffen wir den Physiotherapeuten vom Vortag noch mal, und wenig später ein altes Pärchen, die diesen Track tatsächlich mit einem 2WD Pickup wagen - Aussies eben...

Als wir dieses besagte Pärchen treffen, überlegen sie sich gerade, ob sie es tatsächlich durch diese kleine Lehmfurt wagen sollen - eine überaus glitschige Angelegenheit, diese weiße Tonerde...
Aber nachdem sie ja jetzt einen Allrad zur Verfügung haben, der sie im Zweifelsfall wieder rausziehen kann, wagen sie es denn doch und schaffen die Aufgabe prompt auf Anhieb. Wir plaudern noch ein paar Takte und fahren weiter.

Furt auf der Srenshmans Road, QUEIch bekomme so allmählich eine Vorahnung davon, was es bedeutet, solche Tracks mit einem Allrad zu meisten, und kann mit allmählich ausmalen, was in den nächsten Tagen wohl noch so alles auf mich wartet (abgesehen von all dem Geschüttle, welches natürlich für mein lädiertes Schlüsselbein äußerst förderlich ist...)

Frenshmans Road, Iron Range NP, QUEDie Fahrt in einem Allrad unterscheidet sich denn doch deutlich von der auf einem Moped - andererseits: wenn ich mir ausmale, diese ganzen Furten mit dem Motorrad bewältigen zu müssen - und das womöglich noch alleine... Ich entschließe mich, die Fahrt im (zumindest trockenen) Allrad lieber zu genießen und nicht lange mit meinem Schicksal zu hadern ;-)

Frnashmans Road, QUEDie 54km der Frenchmans Road dauern denn auch ein halbe Ewigkeit, allerdings eine, die wir keinesfalls missen wollten :-)
Als wir gegen Nachmittag wieder auf der Piste sind, geben wir nur noch Stoff, um dann 60km später den Abzeig zur Bramwell Stn. zu nehmen, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit weit und breit.

Frenshmans Road, QUEDort gibt es zwar theoretisch 'Hot Meals', und alles, was das Herz (oder sollte ich lieber sagen: die Kehle) sonst noch begehrt, doch die Chefin ist gerade zum Einkaufen nach Weipa gefahren - also kochen wir eben doch selbst, und beschließen diesen doch recht anstrengenden Tag mit ein paar kühlen Bier abzurunden (denn die gibt's auch ohne Chefin :-)

Tags drauf werden wir in aller Frühe vom Generator der Station geweckt. Wir lassen uns auch nicht lange bitten, denn heute steht das Highlight einer jeden Cape York Tour auf dem Programm: der Old Telegraph Track, mit der Furt durch den Gunshot Creek. Wir freuen uns denn auch schon auf das potentielle Abenteuer und brechen zeitig auf.

Gefährlicher Bulldust auf der Pisten ans CapeNach 10km über einen wunderschönen kleinen Track sind wir wieder auf der Piste und wenig später treffen wir auf ein riesiges Bulldust Feld, vor dem wir schon gewarnt wurden.

Es liegt (vor allem aus der Gegenrichtung) sehr gefährlich, direkt hinter einer der riesigen Kuppen, sodaß man sich bei Tempo 100 plötzlich in diesem 20cm tiefen, feinsten Staub wiederfindet. Wie wir später erfahren, wurde das zum Verhängnis für einen (sehr erfahreneren) Mopedfahrer, der eben aus dieser Gegenrichtung tags zuvor bei Tempo 120 auf dieses gut 100m lange Bulldustfeld traf. Er mußte mit schwersten Verletzungen von den Flying Doctors nach Cairns ausgeflogen werden.

Termitenhügel am Old Telegraph Track, QUENach dieser Erfahrung (und einem plötzlichen Verständnis für all die Schauergeschichten, die wir auf unserer bisherigen Reise zum Thema Bulldust so gehört hatten) biegen wir auf den Old Telegraph Track ab und das Abenteuer von Verwindungen, Auswaschungen, tiefen Spurrillen, Wellblech und haarigen Furten kann aufs Neue beginnen :-)
Ein Heidenspaß - und eine wahre Orgie von verschossenen Dia-Filmen...

Old Telegraph Track, QUELeider machen sich bei diesen extremen Verwindungen immer häufiger eigentümliche Geräusche bemerkbar. Jörg schaut daher immer häufiger unter dem Wagen nach, um eine Ursache zu finden. Eine Stunde später haben wir den Grund entdeckt. Eines der Federblätter der Vorderachse ist gebrochen und eine Führung hat sich losgerissen. Wir beschließen daher schweren Herzens, den Gunshot auszulassen und fahren statt dessen die kleine Umfahrung zur Heathlands Ranger Station.

Track zur Heathlands Ranger Station, QUEDort erfahren wir vom Ranger, daß er uns leider nicht helfen kann, und wir eben doch weiter nach Bamaga müssen. Von ihm erfahren wir auch, daß so ziemlich jedes zweite Tourifahrzeug in Seisia erstmal zur Reparatur müsse, und sich der dortigen Mechaniker dumm und dämlich verdienen würde. Jörg hat dazu auch eine wahrlich imposante Geschichte beizutragen, dazu aber später noch...

Südseite der  Furt des Gunshot CreekWir fahren also weiter und stoßen kurz hinter der berühmt-berüchtigten Furt durch den Gunshot Creek wieder auf den eigentlichen Old Telegraph Track. Dessen Anblick wollen wir uns denn doch nicht entgehen lassen, und so fahren wir kurzerhand die paar Kilometer zurück.

Eigentliche Furt des Gunshot CreeksDort angekommen können wir dann auch eine Gruppe von drei Geländewagen beobachten, die die Durchquerung wagen.
Als sie das Wagnis gemeistert hatten, sehen wir, daß auch ihre Autos schon ordentlich unter den Strapazen der Cape York Route zu leiden hatten ;-)

Nordseite der Furt des Gunshot CreeksNach genauerer Betrachtung erweist sich die Furt als begrenzt schwer. Wie immer in Australien ist eine eindeutige Einschätzung des Schwierigkeitsgrades alleine aufgrund von Erzählungen anderer recht schwer. Im Falle Gunshot ist es so, daß auf der Südseite eine recht steile und matschige Abfahrt liegt. Auf der Nordseite hingegen kommt man problemlos an die Furt heran.
Dementsprechend schwer ist es, den Gunshot von Norden her zu meisten. Von Süden her muß man es nur wagen, die knapp 4m Steilabfahrt zu nehmen...

Furt durch den Cockatoo CreekWir sind zwar ein wenig enttäuscht, den Gunshot nicht passiert zu haben (vor allem da wir jetzt eben sehen, daß wir ihn sicherlich nicht auf der Rückfahrt wagen werden) und brechen auf, wenigstens den Rest des Telegraph Tracks zu genießen.
Und das tun wir denn auch in vollen Zügen!

Wellblechpiste, Bypass Road ans CapeStunden später treffen wir dann wieder auf die Bypass Raod, die breite, mit Wellblech überzogene Piste.
An der Kreuzung treffen wir eine australische Familie, die verzweifelt ihren Hund sucht - er sei ihnen wohl von der Pritsche ihres Pickups gesprungen - wir können leider nicht helfen, erfahren jedoch tags drauf, daß er von einem anderen Fahrzeug aufgesammelt wurde und tatsächlich seine Herrchen wiedergefunden hat...


Jardine River Ferry, QUEWir entschließen uns, heute nur noch bis an die berühmte Fähre über den Jardine River zu fahren. Kurz vor unsere Ankunft dort passieren wir zwei Europäerinnen, die auf Fahrrädern ans Cape hochstrampeln - eine reife Leistung, vor allem wenn man bedenkt, wieviel Mut (oder sollte ich sagen Dummheit?) schon dazu gehört, das ganze mit dem Geländewagen zu machen...

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updated: 15.3.2000
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