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EtappenlisteSeiten durchsuchen Story 98/5: Cape York (6)

 

Entfernung: 2216km
Reisedauer: 14 Tage
Strecke:
Cairns => Daintree => Cape Tribulation => Cooktown =>
Old Laura => Lakefield NP => Musgrave STN =>
Coen => Archer River RH => Iron Range NP =>
Lockhart River AbCom => Bramwell => Gunshot River => Jardine River => Siesia => Punsand Bay => Pajinka (Cape York) =>
Somerset => Bamaga => Jardine River => Heathlends Ranger STN => Archer River RH => Coen => Musgrave => Laura => Cairns

Besonderheiten: Auf halbem Weg gebrochenes Schlüsselbein, daher Rest der Reise im Toyota Landcruiser von Jörg mitgefahren :-)

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Am Morgen bin ich mal wieder besonders früh wach, denn meine Schulter entpuppt sich als wunderbarer Wecker zur nachtschlafenden Zeit...

Da führt kein Weg 'dran vorbei...Wir machen uns, nach dem üblichen gemütlichen Frühstück, auf zum Flughafen von Bamaga, denn in seiner Umgebung soll es sehr viele guterhaltene Flugzeugwracks geben. Leider finden wir auf Anhieb nur die Wracks nahe der großen Piste Richtung Jardine River - nichts desto trotz erkunden wir alle kleinen Tracks, die verheißungsvoll aussehen, bleiben aber früher oder später immer an dem einen oder anderen Problem hängen und mussten schließlich Umkehren - bei diesen Erkundungen machen sich natürlich unsere GPS-Geräte äußerst nützlich (klar - eigentlich bräuchte man sie natürlich nicht wirklich - aber sie strahlen doch eine gewisse Sicherheit aus ;-)

Flugzeugtrümmer am Straßenrand, nahe dem Flughafen von Bamaga, QUENach dieser vergeblichen Orientierungs-Einlage geben wir uns mit den, schon auf der Herfahrt abgelichteten, Wracks zufrieden, und nehmen eine kleine Abkürzung zurück zur Bypass-Road, Richtung Jardine River. Wir machen noch einen kleinen Abstecher an das Südufer der Furt durch den Jardine und entschließen, daß wir recht daran taten, uns für die Fähre entschieden zu haben...

Bus der Swagman Tours am Cape York, QUEWir fahren also Richtung Fähre und können unseren Augen kaum trauen, als uns plötzlich ein ausgewachsener Reisebus entgegen kommt. Er entpuppt sich als einer der Swagman Tours, dessen Besitzer Pat ich ja auf dem Gunbarrel Highway schon kennengelernt hatte. Als er mir damals von Bussen erzählt hatte, die für ihn ans Cape hochbrettern, hatte ich eher an einen der üblichen Allrad-LKW-Umabuten gedacht, die man in Oz auch auf den letzten Pisten noch trifft - wer rechnet schon mit einem ausgewachsenen Reisebus auf diesem halsbrecherischem Wellblech - Aussies eben...

Old Telegraph TrackWir setzten also mit der Fähre über und gönnen uns den alten Teil des Telegraph Tracks, der von der Jardine-Furt Richtung Süden führt; den Teil also, den wir ja auf dem Hinweg, aufgrund des gebrochenen Federblattes, auslassen mußten.

Das Teil einpuppt sich als wahres, sehr anspruchsvolles 4WD-Eldorado! (Na das wäre mit dem Moped ein Spaß geworden!)

Steile Furt einfachrt auf dem Telegraph Track

Wir verbringen also den Rest des Nachmittages mit sandigen Furten und deren steilen, matschigen Auffahrten...

Abfahrt zur Furt am Cypress Creek

...mit Furt-Einfahrten, bei denen wir uns zweimal überlegen, ob wir da den Toyota wirklich 'runterscheuchen wollen - aber dazu sind wir ja schließlich hier ;-) ...

Abenteuerliche Brückenkonstruktion

...passieren Brücken, die wir uns lieber nicht von der Seite anschauen wollen - denn gut 3 Tonnen über ein paar morsche Baumstämme - na ja...

Furt durch den Mistake Creek

...durchqueren eine Furt nach nach der anderen...

Telegraph Track

...stellen die Bodenfreiheit eines vollbeladenen Landcruisers...

Verschränkung am Toyata...
...sowie seine Verschränkungsfähigkeit des Öfteren auf die Probe.

Und bei alledem denke ich mir immer wieder - und das wolltest Du mit dem Moped machen?!?

Und trotzdem bleibt auf diese Frage eigentlich nur eine Antwort:
Oh mann, schon wieder eine Moped-Tour in Australien fällig!!!

Sonnenuntergang auf dem CampingPlatz an den Eliot FallsGegen Abend kommen wir dann mit bester Laune (na ja, bis auf die Tatsache, daß Jörgs armer Landcruiser doch ein paar Beulen abbekommen hat - aber wo gehobelt wird...) bei den Eliot Falls an und genehmigen uns Erstmal ein erfrischendes Bad im lauen, kristallklaren Wasser eines kleinen Wasserfalls - so muß ein Outback-Trip sein!
Nachdem wir so den Staub der Piste losgeworden sind, gönnen wir uns ein ordentliches Mahl und genießen die letzten Sonnenstrahlen auf unserer erschöpften Haut...

Elliot FallsAm nächsten Morgen werfen wir noch mal einen ausgiebigen Blick auf die Wasserfälle, und machen uns gleich auf zu den nächsten, den Fruitbat Falls.

Auf diese werfen wir nur einen flüchtigen Blick, denn es zieht uns wieder auf den Old Telegraph Track. Nachdem wir auf der Herfahrt ja schon festgestellt haben, daß man den Gunshot lieber nicht von dieser Seite riskiert, umfahren wir ihn wiederwillig zum zweiten Mal.

Old Telegraph TrackDoch der Track, dem wir diesmal unsere volle Aufmerksamkeit schenken können, da keine Probleme mit dem Fahrwerk mehr von ihm ablenken, belohnt uns mit faszinierenden Eindrücken.

Diesmal sind wir ein wenig schneller als auf dem Hinweg und sind gegen Mittag schon wieder auf der Bypass Road.

Kurz vor dem schon erwähnten Bulldust-Feld, ca. 6.5km vor der Moreton Telegraph Stn. trottet ein Landcruiser-Camper im Schrittempo dahin. Wir ziehen gleich und fragen, im nebenhertrotten, ob wir helfen können - Die Insassen sind deutsche, und ein Blick in den vorderen Randkasten erklärt vieles. Ihr Lenkgestänge ist gebrochen, und sie erzählen uns, daß die schon seit gestern Mittag so unterwegs sind, um zur nächsten Station und damit zu einem Mechaniker zu kommen. Alle halbe Stunde mußten sie anhalten, und das Rad wieder gerade stellen, damit sie überhaupt weiter kämen. Nachdem die Station ja nicht mehr weit ist verabschieden wir uns und fahren die selbige an.

Moreton Telegraph StnAn der Moreton Telegraph Stn. angekommen wollen wir denn auch endlich mal Buschtrommel spielen und dem Besitzer die Deutschen ankündigen.
Da haben wir uns aber ordentlich in deren Effizienz verschätzt, denn er weiß natürlich schon seit Gestern von ihnen - und nicht nur das, er meint mit einem zwinkern:
'Die wissen ja das sie hier Hilfe bekommen, aber was sie nicht wissen ist, daß ich gestern mit dem Postflugzeug gleich die nötigen Ersatzteile hab' einfliegen lassen...'
Das ist sie eben: die berühmte australische Hilfsbereitschaft!

Doch es kommt noch besser.
Wir essen also ein Kleinigkeit, und eine halbe Stunde später trottet der Toyota der Deutschen auch ein. Das Pärchen kommt ziemlich niedergeschlagen 'rein und bekommt Erstmal einen Kaffee. Sie wollen gerade dem Besitzer ihre Misere schildern, da meint der, mit einem breiten Lächeln: 'Alles klar Leute, ihr braucht mir nix zu erzählen - Eure Ersatzteile sind heute früh schon eingetroffen...' Der Deutsche meint verblüfft - äh, da müsse wohl ein Mißverständnis vorliegen, denn sie wüßten nix von Ersatzteilen, und abgesehen davon hätten sie doch 'ne kaputte Lenkung... - Der Besitzer meint, Ne 'ne, das stimme schon, sie wären doch die, denen das Lenkgestänge ausgerissen wäre, oder nicht? Ein ungläubiges 'Ja...?' vom den Deutschen, darauf der Aussie: 'Na dann stimmt ja alles, weißt Du, das ist eh immer das gleiche mit den Toyotas - die sind zwar brachial gebaut, aber irgendwann ist halt auch das beste Material im Eimer, und das mit Deiner Lenkung ist halt so ein typischer Fall...'

Hebebühne im BuschDa der Deutsche immer noch nicht an diese Buschtrommel-Ferndiagnose-Ersatzteil- mitten-im-Nirgendwo-schon-da-bevor- man-überhaupt-was-bestellt-hat (wer meinte da was von wegen akausal?) glauben kann, meint der Aussie: 'Komm, wir schauen das Teil einfach mal an!'

Gesagt getan, wir gehen also gemeinsam zum edierten Toyota und betrachten die Misere, der Aussie bockt den Wagen kurz auf, wirft einen Blick auf die Aufhängung und mein: 'Yup - genau wie ich gesagt habe ;-)'

'Paß auf, das Auswechseln ist nicht weiter schwer. - Willst Du's selber machen? Ich hab eigentlich gerade genügend andere Sachen zu tun...' Er erklärt kurz was zu tun ist, und meint dann abschließend zu dem immer noch ungläubig 'dreinschauenende deutschen Pärchen, sie sollen doch mal anfangen, und wenn sie nachher Fragen hätten, sollen sie ihn einfach rufen - ach ja - und wenn sie Werkzeug bräuchten...

Wenn man bedenkt, daß so ein Roadhouse eigentlich von solchen Reparaturen leben muß, so ist das doch eine erstaunliche Geste. Ob man in deutschen Werkstätten wohl auch eifach selber schrauben darf?

Abendstimmung kurz vor CoenWir überlassen die beiden, mittlerweile doch irgendwie wieder glücklichen Toyota-Fahrer ihrem Schicksal, und machen uns wieder auf die Piste. Kurz vor dem Örtchen Coen schlagen wir dann, an einer malerischen Flußbiegung, unser Lager auf - Welch ein Erlebnis, so eine Cape York Reise...

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updated: 13.4.2000
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